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육체로부터의 세 걸음 ['거리를 유지하기'를 의미하는 일상적 표현] - 실증주의는 현실에 대한 사유의 거리를 거듭 단축시키는데, 그 거리는 현실 자체에 의해 이미 더는 용납되지 않는다. 위축된 사유가 임시적인 것, 그 아래서 파악되는 사실적인 것의 한갓된 요약 이상이고자 하지않는 가운데, 사유에게서 현실에 대한 자립성과 함께 현실에 침투할 힘 또한 사라진다. 삶과 거리를 둘 때만 경험적인 것에 실제로 파고드는 사유의 삶이 전개된다. 비록 사유가 사실들과 관계하고 사실들을 비판함으로써 운동하기는 하지만, 그것은 그에 못지않게 확고하게 견지되는 차이를 통해서도 운동한다. 사유는 있는 것이 전적으로 자신이 진술하는 대로 있지는 않다는 바로 그 점을 통해 있는 것을 정확하게 진술한다. 사유에는 과장의, 사물들을 넘어서는 것의, 사실적인 것의 무게로부터 벗어남의 요소가 본질적이다. 그 덕분에 사유는 존재를 한갓되게 재생산 하는 대신 그것의 규정을 동시에 엄밀하게 그리고 자유롭게 수행한다. 그 점에서 모든 사유는 유희와 비슷한데, 헤겔도 니체못지 않게 정신의 작업을 유희와 비교했다. 철학에서 비야만적인 것은 그 무책임성 요소에 대한, 더 없이 기쁜 상태에 대한 암묵적 의식에 의존한다. 이 요소는 항상 자신이 판단하는 것을 벗어나는 사유의 도피성에서 유래한다. 그러한 탈선은 실증주의적 정신에 의해 비난받으며 우둔함에 기인한 것으로 여겨진다. 사실적인 것과의 차이는 한갓된 허위가 되며 그 유희의 계기는 지적 기능들이 스톱워치에 맞춰 매분마다 보고서를 제출해야 하는 세계에서는 사치가 된다. 그러나 사유가 자신의 폐지할 수 없는 거리를 부인하고 수천 개의 정교한 논변들로 문자그대로 정확함을 거리낌 없이 말하고자 하자마자, 그것은 불리한 입장에 처한다. 사유가 잠재적인 것의 매체, 즉 결코 어떤 개별적 소여에 의해서도 완전히 채워질 수 없는 기대의 매체로부터 이탈하면, 요컨대, 사유가 해석 대신 단순한 언명이 되는 것을 추구한다면, 사유가 언명하는 모든 것은 실제로는 허위적이 된다. 불안감과 양심의 가책에서 비롯된 사유의 [자기] 변호는 한걸음 한걸음마다, 사유가 인정하고자 하지 않는, 그럼에도 불구하고 유일하게 사유를 사유로 만드는 바로 그 비동일성을 증거로 해 반박된다. 다른 한편 사유가 그 거리에 대해 마치 그것이 특권이기라도 한 것처럼 거리낌 없이 말하면 사유는 더 나아지는 것이 아니라 오히려 사실의 진리와 개념의 진리라는 두 종류의 진리를 선포하게 된다. 그것은 진리 자체를 일소할 것이고 사유를 더욱 비난할 것이다. 거리는 결코 안전지대가 아니라 오히려 긴장의 장이다. 거리는 개념들의 진리주장을 완화시키는 데서보다는 사유의 섬세함과 연약함에서 [부드러움과 깨지기 쉬움에서] 표현된다. 실증주의에 대항해서는 독선도 고상한 체 하기도 적합하지 않으며 오히려 개념과 개념을 채우는 것 사이의 일치의 불가능성의 인식비판적 증명이 적합하다. 공통 분모로 환원될 수 없는 것들의 상호동화 추구는 결국은 구원이 윙크할 언제나 기울이고 있는 노력이 아니라 소박하고 미숙하다. 실증주의가 사유에 비난한 것을 사유는 천번 알았고 망각했다. 그리고 그러한 앎과 망각에서 비로소 그것은 사유가 된다. 현실로부터의 사유의 그 거리 자체는 개념들 속에서의 역사의 침전 외의 다른 어떤 것도 아니다. 거리없이 개념들을 가지고 작업하는 것은, 모든 체념들에도 불구하고, 또는, 아마도 그 체념들 때문에, 어린아이들의 일이다. 왜냐하면 바로 사유가 그것의 대상에 완전히 도달하지는 못하기 때문에 사유는 그것의 대상 너머를 겨냥해야 하고, 실증주의는, 그 도달을 신뢰하고 단지 양심상 망설일 뿐이라고 상상하면서, 무비판적이기 때문이다. 초월적 사유는 과학적 통제기구에 의해 조종되는 사유보다 더 철저하게 그 자신의 불충분함을 고려한다. 그것은, 희망이 거의 없더라도, 너무 많은 것을 혹사시킨 덕분으로 불가피하게 너무 적은 것을 통달하기 위해 외삽적 추론을 한다. 사람들이 철학에 대해 정당하지 않은 절대주의라고 비난하는 것, 소위 최종 결제 도장은 바로 상대성의 심연에서 유래한다. 사변적 형이상학의 과장은 반성적 오성의 상처자국이다, 그리고 증명되지 않은 것만이 그 증명을 동어반복으로 폭로한다. 그에 반해 상대성의 직접적 단서조항화, 제한하기, 그 한정된 개념적 범위 속에 남아있기는 정확히 그러한 신중함을 통해 한계 경험에서 벗어난다. 한계를 사유하는 것과 넘어서는 것은 헤겔의 위대한 통찰에 따르면 동일한 것이다. 따라서 상대주의자들은 진정한 - 나쁜 - 절대주의자들일지 모르며 더욱이 그들의 지식을 하나의 소유물처럼 확실히 하고자 하는, 그 결과 오직 그것을 더욱더 철저히 상실할 뿐인, 부르주아지일지 모른다. 제약되지 않은 것을 요구하는 것만이, [자신의] 그림자 위로의 도약만이 상대적인 것을 공정하게 대하게 한다. 비진리를 감수하는 가운데, 그것은 인간 인식의 제약성에 대한 구체적 인식 속에서 진리의 문턱에 이른다.
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Drei Schritt vom Leibe. - Der Positivismus setzt nochmals die Distanz des Gedankens zur Realität herab, welche von der Realität selber schon nicht mehr toleriert wird. Indem die eingeschüchterten Gedanken nicht mehr sein wollen als Provisorien, bloße Abkürzungen für darunter befaßtes Tatsächliches, schwindet ihnen mit der Selbständigkeit der Realität gegenüber auch die Kraft, diese zu durchdringen. Nur im Abstand zum Leben spielt das des Gedankens sich ab, welches in das empirische eigentlich einschlägt. Während der Gedanke auf Tatsachen sich bezieht und in der Kritik an ihnen sich bewegt, bewegt er sich nicht minder durch die festgehaltene Differenz. Er spricht eben dadurch genau das aus was ist, daß es nie ganz so ist, wie er es ausspricht. Ihm ist wesentlich ein Element der Übertreibung, des über die Sachen Hinausschießens, von der Schwere des Faktischen sich Loslösens, kraft dessen er anstelle der bloßen Reproduktion des Seins dessen Bestimmung, streng und frei zugleich, vollzieht. Darin ähnelt jeder Gedanke dem Spiel, mit welchem Hegel nicht weniger als Nietzsche das Werk des Geistes verglichen hat. Das Unbarbarische an Philosophie beruht in dem stillschweigenden Bewußtsein jenes Elements von Unverantwortlichkeit, der Seligkeit, die von der Flüchtigkeit des Gedankens stammt, der stets dem entrinnt, was er urteilt. Solche Ausschweifung wird vom positivistischen Geiste geahndet und der Narrheit überantwortet. Die Differenz von den Tatsachen wird zur bloßen Falschheit, das Moment des Spiels zum Luxus in einer Welt, vor der die intellektuellen Funktionen nach der Stechuhr über jede Minute Rechenschaft ablegen müssen. Sobald aber der Gedanke seine unaufhebbare Distanz verleugnet und sich mit tausend subtilen Argumenten auf die buchstäbliche Richtigkeit herausreden will, gerät er ins Hintertreffen. Fällt er aus dem Medium des Virtuellen heraus, einer Antizipation, die von keiner einzelnen Gegebenheit ganz zu erfüllen ist, kurz, sucht er anstelle von Deutung einfache Aussage zu werden, so wird alles, was er aussagt, in der Tat falsch. Seine Apologetik, von Unsicherheit und schlechtem Gewissen inspiriert, läßt sich auf Schritt und Tritt mit dem Nachweis eben der Nichtidentität widerlegen, die er nicht Wort haben will, und die ihn doch allein zum Gedanken macht. Würde er sich hingegen auf die Distanz wie auf ein Privileg herausreden, so führe er nicht besser, sondern proklamierte zweierlei Wahrheiten, die der Fakten und die der Begriffe. Das löste Wahrheit selber auf und denunzierte das Denken erst recht. Die Distanz ist keine Sicherheitszone sondern ein Spannungsfeld. Sie manifestiert sich nicht sowohl im Nachlassen des Wahrheitsanspruches der Begriffe als in der Zartheit und Zerbrechlichkeit, womit gedacht wird. Dem Positivismus gegenüber ziemt weder Rechthaberei noch Vornehmtun, sondern der erkenntniskritische Nachweis der Unmöglichkeit einer Koinzidenz zwischen dem Begriff und dem ihn Erfüllenden. Die Jagd nach dem Ineinander-Aufgehen des Ungleichnamigen ist nicht das immer strebende Bemühen, dem am Ende Erlösung winkt, sondern naiv und unerfahren. Was der Positivismus dem Denken vorwirft, hat das Denken tausendmal gewußt und vergessen, und erst an solchem Wissen und Vergessen ist es zum Denken geworden. Jene Distanz des Gedankens von der Realität ist selber nichts anderes als der Niederschlag von Geschichte in den Begriffen. Distanzlos mit diesen operieren ist bei aller Resignation, oder vielleicht gerade um ihretwillen, Sache von Kindern. Denn der Gedanke muß über seinen Gegenstand hinauszielen, gerade weil er nicht ganz hinkommt, und der Positivismus ist unkritisch, indem er das Hinkommen sich zutraut und bloß aus Gewissenhaftigkeit zu zaudern sich einbildet. Der transzendierende Gedanke trägt seiner eigenen Unzulänglichkeit gründlicher Rechnung als der durch den wissenschaftlichen Kontrollapparat gesteuerte. Er extrapoliert, um vermöge der überspannten Anstrengung des Zuviel wie immer hoffnungslos das unausweichliche Zuwenig zu meistern. Was man der Philosophie als illegitimen Absolutismus vorwirft, die angeblich abschlußhafte Prägung, entspringt gerade im Abgrund der Relativität. Die Übertreibungen der spekulativen Metaphysik sind Narben des reflektierenden Verstandes, und einzig das Unbewiesene enthüllt den Beweis als Tautologie. Dagegen entzieht der unmittelbare Vorbehalt der Relativität, das Einschränkende, im je abgesteckten begrifflichen Umfang Verbleibende genau durch solche Vorsicht sich der Erfahrung der Grenze, die zu denken und zu überschreiten nach Hegels großartiger Einsicht das Gleiche ist. Sonach wären die Relativisten die wahren - die schlechten Absolutisten und überdies die Bürger, die ihrer Erkenntnis wie eines Besitzes sich versichern wollten, nur um ihn desto gründlicher zu verlieren. Einzig der Anspruch des Unbedingten, der Sprung über den Schatten, läßt dem Relativen Gerechtigkeit widerfahren. Indem er Unwahrheit auf sich nimmt, führt er an die Schwelle von Wahrheit im konkreten Bewußtsein der Bedingtheit menschlicher Erkenntnis.